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“24 gute Taten” von Jenny Fagerlund

24 gute Taten Buchcover

Es sind nun bereits weniger als 100 Tagen bis Weihnachten und das sommerliche Wetter wurde nun auch vom Herbst abgelöst. Die Lebkuchen stehen schon in den Supermarktregalen und das erste Paket Spekulatius ist bei uns eingzogen. Also bereits Zeit Euch hier ein ganz frisch erschienenes Buch in einem weihnachtlichen “Setting” vorzustellen.


“24 gute Taten” von Jenny Fagerlund

erschienen am 22.09.2020 im Dumont Verlag

umfasst 336 Seiten

*vorsorglich kennzeichne ich hier die Links, die zur Verlagsseite und zur Autorenseite führen als Werbung*

Vielen Dank an Netgalley Deutschland und Dumontverlag für das Rezensionsexemplar!


Klappentext:

Zwei Jahre ist es her, dass Emma ihren Lebensgefährten Niklas bei einem Autounfall an Heiligabend verloren hat. Seitdem versteckt sie sich in ihrem kleinen Einrichtungs- und Geschenkeladen vor dem Leben. Tagsüber verkauft sie Teeservices und Geschirrtücher, nachts sitzt sie allein auf dem Dach ihres Hauses und blickt über Stockholm. Doch mit dem nahenden Fest der Liebe steht auch das Weihnachtsgeschäft vor der Tür. Und mit ihm ihre Schwester Magda, die alles dafür tun will, dass Emma ihren Laden, der kurz vor der Insolvenz steht, nicht verliert. Als Emma am Vorabend des ersten Dezembers einen alten Mann im Schneesturm nach Hause bringt, merkt sie, wie gut es ihr tut, anderen zu helfen. Sie fasst einen Entschluss: Sie wird 24 gute Taten vollbringen – eine für jeden Tag bis Heiligabend. Durch die Türchen ihres ganz persönlichen Adventskalenders schlüpft sie in die Leben ihrer Mitmenschen. Dabei findet Emma nicht nur neue Freunde, sondern schließlich auch sich selbst – und eine neue Liebe …


So hat es mir gefallen:

“24 gute Taten” war wochenlang auf der Bestellerliste in Schweden, dem Heimatland der Autorin, in dem es bereits 2018 erschienen ist. Um so schöner, dass es in diesem Jahr bei uns hier erscheint. Es passt richtig gut zu diesem doch recht anspruchsvollen und durchwachsenen Jahr 2020.

Emma, die Protagonistin, ist immer noch in tiefer Trauer über den Tod Ihres Mannes und fühlt sich daran mitschuldig. Ihre Schwester versucht ihr Bestes, um sie auf andere Gedanken zu bringen. Nur damit Emma nicht die vorgeschlagenen Kurse wie Töpfern etc. besuchen muss, nimmt sie sich vor jeden Tag eine “gute Tat” zu tun und jemanden zu helfen. Das führt natürlich auch zu einigen Irritationen besonders bei den Menschen, denen sie helfen will. Letztlich kommt sie dadurch aber immer wieder mit neuen Menschen in Kontakt und stellt dabei fest, dass hier jeder “sein Päckchen zu tragen hat”.

“Vielleicht geht es gar nicht darum den Weg zurück zu finden. Vielleicht ist das Ziel, sich selbst neu kennenzulernen. Wer man jetzt ist, mit all den Erfahrungen, die man gemacht hat….vielleicht musste sie nicht ihr altes Selbst weden, sondern ein neues Leben anfangen.”

Stück für Stück kann Emma sich aus Ihrer Trauer befreien und stellt fest, dass sie eine wunderbare ältere Nachbarin hat, die ein Geheimnis aus der Vergangenheit begleitet, was auch mit einem Fundstück aus Emmas Wohnung zusammenhängt. Die beiden Frauen entwickeln eine Freundschaft, die beiden aus ihrer Traurigkeit und Einsamkeit hilft.

Ich mochte sehr, dass es nicht zu clichéhaft wurde und sich die Phasen in denen Emmas Trauer sich befindet, immer wieder abwechselten und es über die Zeit und die Verbindung zu anderen Menschen, Stück für Stück besser wurde. Auch die Nebencharaktere sind liebvoll und authentisch beschrieben. Die Erzählweise zieht den/die Leser/in tief in die Geschichte und es ist das perfekte Buch für ein gemütliches Wochenende zuhause auf dem Sofa.

Fazit:

“24 gute Taten” ist ein wunderbarer Roman, der sich sehr gut liest, der das Herz erwärmt und der die Leser mit der Anregung zurücklässt, dasss nicht nur die materiellen Dinge zählen.

Man denkt einmal mehr drüber nach, bei den Menschen, die einem begegnen, genauer hinzusehen, hilfsbereiter zu sein und einem anderen Menschen möglicherweise dadurch einen guten Tag zu bescheren. Das ist doch eine tolle Anregung, die uns allen in diesen “stürmischen Zeiten” ganz gut tun kann.

Klare Leseempfehlung!

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