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“Die letzte Bibliothek der Welt” von Freya Sampson

Buchcover

“Die letzte Bibliothek der Welt” von Freya Sampson

erschienen am 13.08.2021 im Dumont Verlag

umfasst 368 Seiten

*vorsorglich kennzeichne ich hier die Links, die zur Verlagsseite und zur Autorenseite führen als Werbung*

Herzlichen Dank an den Dumontverlag und Netgalley für die Bereitstellung des Leseexemplars!


Klappentext:

Die schüchterne June Jones lebt in dem britischen Dorf Chalcot und ist mit Leib und Seele Bibliothekarin. Ihre besten Freunde sind die Menschen, denen sie Tag für Tag bei ihrer Arbeit begegnet: der alte Stanley, dem sie mit dem Computer hilft, Chantal, eine Schülerin, die zu Hause keine Ruhe zum Lernen hat, Leila, eine geflüchtete Frau, für die sie Kochbücher heraussucht. Außerhalb der Bibliothek bleibt June allerdings gern für sich – und in Gesellschaft ihrer Bücher. Junes wohlgeordnetes Leben gerät aus den Fugen, als die Gemeinde mit der Schließung der Bücherei droht. Und dann trifft sie auch noch Alex wieder, einen alten Schulfreund, für den sie bald ganz neue Gefühle entwickelt. Widerwillig erkennt June: Sie muss raus aus ihrer Komfortzone! Also engagiert sie sich in einer Gruppe, die für den Erhalt der Bibliothek kämpft, erst heimlich aus Angst vor ihrer Chefin, dann ganz offen und selbstbewusst. Alex, der Anwalt ist, unterstützt sie hierbei nach Kräften.
Während June alles tut, um ihre Welt aus Büchern zu retten, lernt sie viel über sich selbst – und darüber, wie wichtig Freundschaft, Gemeinschaft und nicht zuletzt die Liebe sind …

So hat es mir gefallen:

June Jones ist eine der Charakterinnen, die einem von Seite zu Seite mehr ans Herz wächst. Die zunächst schüchterne und zurückhaltende June, verwandelt sich im Rahmen der Geschichte von Freya Sampson zu einer “freien” jungen Frau, die weiß was sie will. Sie arbeitet als Bibliothekarin und und lebt eher zurückgezogen. Sie geniesst es ihr Leben mit den Helden ihrer Lieblingsbücher zu verbringen. Die Bibliothek bietet ihr eine Art Heimat, obwohl ihre Chefin sie nicht gerade nett behandelt. June ist sozusagen die “gute Seele” der Bibliothek, ohne sich dessen tatsächlich bewusst zu sein.

Als es um die  Schließung der Bibliothek geht, kommt es zu einem Ruck sowohl bei den Besuchern, als auch Stück für Stück bei June. Obwohl diese gefangen ist zwischen ihrer Rolle als Angestellte bei der Stadt und gleichzeitig durch die persönlichen Anbindung zur Bibliothek.

Das diese Managementfuzzies mit ihren Taschenrechnern und Tabellen nie begreifen werden, dass diese Bücherei so viel mehr ist, als ein Ort an dem man sich Bücher ausleiht. Büchereien sind ein Netz, das diejenigen auffängt, die Gefahr laufen, durch alle Raster zu fallen.

Ich mochte die Schreibweise von Freya Sampson sehr. Die Charaktere sind alle ganz wunderbar ausgearbeitet und ich bin lesend, sehr gerne ein Teil dieser wunderbaren skurilen und herzlichen Dorf-/ Bibliotheksgemeinschaft geworden. Stellenweise hat mich die Handlung tatsächlich Tränen gekostet ( und das kam schon länger nicht mehr vor). Der Roman ist eine wunderbare emotionale Achterbahnfahrt, mit lachenden und traurigen Momenten und ganz viel Herz ohne ins Kitschige abzudriften.

June ist eine tolle Protagonistin, die sich erst noch finden muss, die mit den Verletzungen aus ihrer Schulzeit zurecht kommen muss und vordergründig nicht eine coole hippe junge Frau ist. Ich mag gerade solche Charaktere, auch als Vorbildfunktion für junge Mädchen oder Frauen.

Fazit:

Für alle, die Bücher lieben, wissen (oder wissen wollen) welchen Stellenwert Bibliotheken für Menschen haben können, kann ich dieses wunderbare Buch nur empfehlen. Ich wäre gerne noch länger in “Chalcot” verblieben.

Große Leseempfehlung!

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