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“Bin im Garten” von Meike Winnemuth [Rezension]

Buchcover M.Winnemuth

Bin im Garten- Ein Jahr wachsen und wachsen lassen

von Meike Winnemuth

 erschienen 2019 im Penguin Verlag

*vorsorglich kennzeichne ich hier die Links, die zur Verlagsseite und zur Autorenseite führen als Werbung*

Herzlichen Dank an das Bloggerportal von Randomhouse für das Rezensionsexemplar!

 

Klappentext laut Verlag:

Das Jahr des großen Wachsens – Meike Winnemuths neues Abenteuer

»Ein Jahr im Garten leben. Gemüse anbauen. Bäume pflanzen. Blümchen natürlich auch. Wurzeln schlagen. Boden unter den Füßen finden, und zwar einen, den ich persönlich dorthin geschaufelt habe.« Weltreisende sucht Ort zum Bleiben: Mit Tempo und Witz erzählt Meike Winnemuth in ihrem Tagebuch von ihrem neuen Abenteuer – dem ersten eigenen Garten. Vom Träumen und Planen, Schuften und Graben, Säen, Pflanzen, Ernten, Essen. Vom großen Wachsen (Muskelkater!) und Werden (plötzlich: geduldig!). Und entführt uns dabei an einen paradiesischen Ort wahren Lebens, mit Radieschen und Schnecken, mit Rittersporn und anderen blauen Wundern. Das Buch wird nach höchsten ökologischen Standards (Cradle to Cradle) hergestellt und nicht in Folie eingeschweißt.

 

So hat es mir gefallen:

In meiner Familie habe ich den „schwarzen Daumen“. Kein Küchenbasilikum überlebt normalerweise bei mir.. Mein Mann war dann doch mehr als irritiert, dass ich ein „Gartenbuch“ lese.

Ich bin bereits seit „ Das große Los“ ein großer Fan von Meike Winnemuth und ihrer Art zu Schreiben. Deshalb war klar, auch das Neue muss ich lesen, obwohl ich mir nicht sicher war, ob ich so die richtige Zielgruppe bin für „Bin im Garten“.

Aber welche Überraschung! Bereits beim Aufschlagen bin ich fasziniert. Diese wunderschönen Grafiken und die ganze Aufmachung hat mich begeistert. (Nicht zuletzt, weil Fiete immer mal auftaucht)!

Das Buch ist in Tagebuchform geschrieben. Zu jedem Monat gibt es eine Art Deckblatt und am Ende des jeweiligen Monats noch eine Rückschau in Zahlen.

Der Leser begleitet Meike Winnemuth über ein Jahr, wie sie ihren Garten anlegt, pflegt, verändert und erntet.

Viel mehr als nur Garten…

Viel mehr als das, schreibt sie über Themen, die ihr durch die neue Liebe „Gärtner“ begegnet sind und beschäftigen.

Wunderbare skurrile Geschichten beispielsweise über die „Chelsea Flower Show“ in London, die wichtigste Gartenausstellung der Welt. Ich bin geneigt mir auch als Nichtgärtnerin auf BBC2 „Gardeners´World“ anzusehen, um Monty Don kennenzulernen.

Über die kleinen amüsanten Begegnungen und Geschichten hinaus, gibt es erprobte Tipps und kleine einfache Rezepte.

Der absolute Mehrwert dieses Buches steckt für mich allerdings im Untertitel „Ein Jahr wachsen und wachsen lassen“. Das Thema, über das Meike Winnemuth so wunderbar schreiben kann, das persönliche Wachsen.

Was passiert, wenn man neue Dinge ausprobiert?

Wie verändert sich die Sichtweise auf bestimmte Themen?

Wo liegt meine Verantwortung im Hinblick auf Natur und Umwelt?

Was hinterlasse ich in dieser Welt?

Man darf die Autorin dabei begleiten sich auf neues Terrain zu begeben und an den Veränderungen sowohl äußerlich (im Garten) als auch innerlich teilnehmen. Ich bin immer wieder gerührt mit welcher Offenheit und Vertrautheit sie schreibt.

Den eigenen Ort suchen…

Dieses Buch beschreibt auch den Prozess des Ankommens und der Heimatfindung ohne es als Endstation zu betrachten. Das gefällt mir besonders gut, da ich ebenfalls das Gefühl habe noch nicht wirklich meine Heimat gefunden zu haben.

„Heimat schien mir früher immer wie ein Zwangsverhältnis, aber vielleicht habe ich da etwas missverstanden. Man war irgendwo geboren, da gehörte man hin, auch wenn man sich dort heimlich fremd fühlte. Heimat hatte etwas mit Anpassung zu tun: Man musste sich einfügen in die Sitten und Gebräuche, auch wenn man sie für falsch hielt. Ich glaube inzwischen was anderes: Heimat kann und muss man sich selber schaffen.“

Meine Empfehlung:

Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen! Es funktioniert auch wunderbar bei Menschen, die nicht so viel mit Garten zu tun haben. Nach der Lektüre bin ich allerdings schon motiviert mich an das ein oder andere Pflänzchen zu wagen. Es motiviert schon sehr und am Ende gibt es noch wunderbare Literaturempfehlungen und Bezugsquellen.

Meike Winnemuth ist wieder ein ganz wunderbares Buch gelungen, dass man sicher immer wieder lesen kann und ganz eigene Erkenntnisse und Denkanstöße daraus ziehen kann.

Danke dafür!

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