„Hologrammatica“ von Tom Hillenbrand und mein Abschluss der #ReisedurchdieGenres

Das Jahr 2018 ist vorbei und damit ist auch die #ReisedurchdieGernes von gerngelesen beendet.

Das Dezembergenre hatte es für mich noch mal in sich. „Science-fiction“ war das letzte Genre und eines, dass ich noch nie wirklich gelesen habe und auch so gar keine Ahnung davon habe. Es hat etwas gedauert, bis ich ein Buch in diesem Genre gefunden hatte. Ich habe mich letztlich für „Hologrammatica“ von Tom Hillenbrandt entschieden.

Rückblickende herzlichen Dank an Corinna und Krissi von gerngelesen für diese tolle Challenge!

Es war wirklich interessant die eigene Haltung zu Genres zu überprüfen, die man noch nie oder sehr selten gelesen hat. Ich habe hier einige schöne Entdeckungen gemacht. Die Vielseitigkeit innerhalb der Genres wurde großartig von allen Teilnehmenden abgebildet. Es hat mich teilweise aus meiner „Komfortzone“ herausgelockt und ich habe mehr über die Genres an sich gelernt.

Ich stelle fest, dass ich doch gern Krimis lese und es einige tolle gibt. Weiterhin habe ich für mich auch die Genres „Youngadult“ und „Fantasie“ entdeckt und werde da ab und an mehr lesen.

Gleichzeitig stellte ich fest, dass mir manche Genres einfach nicht gefallen und das ist auch so in Ordnung. „Horror“, „Thriller“ und auch „Science-fiction“ sind und werden auch nicht mehr meine bevorzugten Genres werden. Trotzdem war es gut sie nochmal auf den Prüfstand zu stellen.

Hier kommt nun meine letzte Rezension im Rahmen dieser Challenge zum Genre “Science-Fiction”:

Buchcover Hologrammatica

Hologrammatica

von Tom Hillenbrand

KiWi-Taschenbuch

Erschienen am: 15.02.2018
umfasst 560 Seiten

 

Klappentext:

Ende des 21. Jahrhunderts arbeitet der Londoner Galahad Singh als Quästor. Sein Job ist es, verschwundene Personen wiederzufinden. Davon gibt es viele, denn der Klimawandel hat eine Völkerwanderung ausgelöst, neuartige Techniken wie Holonet und Mind Uploading ermöglichen es, die eigene Identität zu wechseln wie ein paar Schuhe. Singh wird beauftragt, die Computerexpertin Juliette Perotte aufzuspüren, die Verschlüsselungen für sogenannte Cogits entwickelte – digitale Gehirne, mithilfe derer man sich in andere Körper hochladen kann. Bald stellt sich heraus, dass Perotte Kontakt zu einem brillanten Programmierer hatte. Gemeinsam waren sie einem großen Geheimnis auf der Spur. Der Programmierer scheint Perotte gekidnappt zu haben. Je tiefer Singh in die Geschichte eintaucht, umso mehr zweifelt er daran, dass sein Gegenspieler ein Mensch ist

So hat es mir gefallen:

Als Nicht-Science-Fiction Leser kann ich das Buch nur kaum mit anderem vergleichen. Allerdings muss ich sagen, dass mir die Vision in dem Buch und der „Bau der Welt im ausgehenden 21. Jahrhundert“ schon sehr imponiert hat.

Auch der Humor, mit so manchem Seitenhieb auf die aktuelle Entwicklung, hat mir gefallen.

Galahad Singh sucht in seiner Funktion als Quästor nach der verschwunden Computerexpertin Juliette Perotte. Diese Suche entwickelt sich eigentlich eher wie ein Thriller. Auch das Privatleben des homosexuellen Galahad wird erzählt und sein Verhältnis zu seinem schwerreichen Vater. In einer Welt, in der jeder sein Gehirn in ein Gefäß uploaden kann, verschwimmen die Grenzen der Identität und machen es möglich in unterschiedlichsten Körpern die Welt zu erleben. Kehrt man allerdings nicht schnell genug in seinen „Stammkörper“ zurück droht ein „Braincrash“. Trotz höchster Technologien und Möglichkeiten über Hologramme Fassaden, Kleidung und Umfeld zu „bekleiden“, bleibt die Struktur des menschlichen Gehirns immer noch ein Mysterium.

Immer tiefer taucht Galahad in eine Welt ein, in der es um Unsterblichkeit geht.

Wie wird man unsterblich und ist dies vor allem den Reichen vorbehalten?

Welchen Preis hat die Unsterblichkeit?

Mit wem hat man es wirklich zu tun, ist es nur ein Gefäß oder das Original?

Fazit:

In „Hologrammatica“ ist Tom Hillenbrand nicht nur eine spannende Geschichte gelungen, sondern auch ein Buch, dass ethische und moralische Fragen stellt und Denkanstöße gibt. Geschickt wurden hier klassische Krimi-/ Thriller- Elemente in Form des „Ermittlers“ mit einer futuristischen Welt verknüpft.

Manche Bereichen wurden mir etwas zu sehr ausgeweitet und haben mich stellenweise von der Story weggezogen, etwas kürzer wäre vielleicht netter gewesen.

Es ist ein empfehlenswertes Buch mit Spannung und guten und wichtigen Denkanstößen. Gerade noch im Hinblick auf das Genre „Science-Fiction“ war es für mich sehr gelungen, da ich mit reinen „Weltraumgeschichten“ oder völlig „Fiktivem“ nichts hätte anfangen können.

Loading Likes...
Folge:

3 Kommentare

  1. Januar 6, 2019 / 11:24 am

    Das Buch steht schon seit längerem auf meiner Wunschliste und bislang habe ich nur Positives zum Inhalt vernommen! Und völlig egal ob du mit anderen Büchern aus diesem genre vergleichen kannst oder nicht, dich hat es gepackt – mehr zählt doch nicht 😉 Zumal Vergleiche immer so eine Sache sind …
    hab einen mukkeligen Sonntag!

    • Januar 14, 2019 / 1:56 pm

      Liebe Janna, danke für Deinen Kommentar. Ich gebe Dir sehr recht, dass das mit den Vergleichen immer so eine Sache ist. Aktuell merke ich es gerade bei “Neujahr” von Juli Zeh, da gehen die MEinungen sehr auseinander und ich fand es richtig gut:)
      Liebe Grüße und einen guten Start in die Woche
      Isabel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere