“Wo ist Norden” von Barbara Handke [ Rezension]

“Wo ist Norden” von Barbara Handke [ Rezension]

 

Wo ist Norden

von Barbara Handke ( Selfpublisherin)

umfasst 306 Seiten

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-vorsorglich kennzeichne ich hier die Links, die zur Verlagsseite und zur Autorenseite führen-


Klappentext:

Dies ist die Geschichte einer Familie, die nach dem Mauerfall die Gunst der Stunde nutzt: Sie kauft und renoviert das Gutshaus im mecklenburgischen Plenskow. Die Welt, die sie schaffen, wirkt weit über die Dorfgrenzen hinaus. Gäster erscheinen zahlreich, macnher zeith kuzerhand ein und auch Niketsch, der Erzähler, verstrickt sich tief in dieses Lebenm, das eigentlich gar nicht das seine ist. Rückblickend beschreibt er das Jahrzehnt, in dem die großen neuen Möglichkeiten dich nicht ganz bedingunglos zu haben waren.

Barbara Handke hat mich vor einiger Zeit mit einem sehr netten Brief kontaktiert und angefragt, ob ich denn Lust hätte ” Wo ist Norden” zu lesen. Nachdem ich mir eine Leseprobe amgeschaut habe, habe ich gerne ja gesagt und sie hat mir das Buch zugesendet.

Vielen Dank hierfür und für die Geduld.

So hat es mir gefallen:

Interessanter Weise habe ich bei der Lektüre von “Wo ist Norden” festgestellt, dass ich bisher noch kein Buch gelesen habe, dass in dieser Zeit spielte ( 1993-2002). Also in der Zeit, nach dem Mauerfall bis zur Jahrtausendwende.

Viele der angesprochenen Dinge kenne ich noch aus dem eigenen Erleben. So erinnere ich mich ebenfalls gut an den Tag der Sonnenfinsternis und den dazugehörigen Brillen oder die Vermutungen was wohl zur Jahrtausendwende alles passieren könnte.

Niketsch war früher mit Marlene zusammen, die nun mit seinem Bruder Konrad verheiratet ist und mit ihm drei Kinder hat. Marlene und Konrad kaufen das alte Gutshaus in Plenskow und fangen an es mit Hilfe der ganzen Familie zu renovieren und dort ein Kaffee und eine Arztpraxis zu eröffnen. Das Buch beschreibt die knapp 10 Jahre der Familie aus Niketsch´ Sicht. Wie er immer wieder nach Plenskow fährt, an dem Familienleben dort teilhaben will, aber dennoch auch von der ganzen Dynamik genervt ist und aussen vor bleibt.

Was will er für ein Leben führen?

Oder trauert er immer noch seiner Beziehung mit Marlene nach?

Welchen Stellenwert hat er in diesem Familienkonstrukt?

“Zusammen würden wir durchs Leben gehen, nicht dynastisch, sondern nur von unseres skurrilen Hunde begleitet;…”

Es ist ein tolles Buch über die Dynamiken innerhalb von Familien die entstehen können. Darüber wie jedes Familienmitglied seinen Platz sucht und wie sie gemeinsam eine eigene Welt, eine Heimat erschaffen können.

Jeder auf der Suche nach seinem kleinen Glück und das in einer Zeit, in der vieles sich verändert hat. Im Wortsinne Grenzen gefallen sind und unterschiedliche Eigenheiten und Prägungen aufeinander getroffen sind.

Es beschreibt auch die Dynamik in dem Dorf Plenskow, von seiner Zeit nach der Maueröffnung und dem unterschwelligen Konflikten von Ost und West.

“Mich erschrak dieser Rundumschlag, die Maßlosigkeit der dörflichen Phantasie, wenn es ums Verurteilen ging.”

Fazit:

“Wo ist Norden” ist ein Familienroman der nachklingt. Er beschreibt ein stückweit die Suche nach Heimat und Geborgenheit und zeigt auf, wie schmal der Grad sein kann zwischen Gewinn und Verlust. Jeder muss seinen eigenen Weg zum Glück finden und machmal muss man wohl mehrere Abzweigungen nehmen.

Anfangs habe ich mich etwas schwer getan mit den viele Personen diese zuzuordnen, nach kurzer Zeit hat mich das Buch aber mit seiner ganz eigenen Atmosphäre in den Bann gezogen!

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