#Buchpassion -Mein Lieblingsautor

Zu der bereits hier vorgestellten Literaturaktion #Buchpassion von Janine von kapri-zioes.de hier nun der  Beitrag zum

Thema Lieblingsautor!

Kennt Ihr das auch, dass manche Autoren auf einmal so gut in das eigene Leben passen?

Man liest dann in einem Rutsch verschieden Werke desjenigen und es passt so gut in die eigene Lebenswelt und Stimmung.

So erging es mir vor ca. 2,5 Jahren mit der Entdeckung von  Grégoire Delacourt.

Ich weiss gar nicht mehr, wie das erste Buch genau zu mir kam, aber es war phantastisch “ Alle meine Wünsche“.

Als wäre dieses Buch eine Initialzündung, ergab es sich, dass wir beschlossen das erste mal nach Frankreich in die Sommerferien zu fahren. Wir waren vorher noch nie dort und können auch leider die Sprache nicht, glücklicherweise hat unsere große Tochter mittlerweile das entsprechenden Gundwissen 😉. Vor Ort dann die Überraschung, dass die unterschwelligen Vorurteile in keinster Weise zutrafen.

Passend zu der Herzlichkeit der Menschen,  die perfekte Lektüre “ Die vier Jahreszeiten des Sommers“– wunderbar.

Grégoire Delacourt ist Jahrgang 1960 in Nordfrankreich geboren und lebt nun in Paris.

Diese Bücher habe ich von ihm gelesen:

  • “ Alle meine Wünsche“ – sicher mit das Bekannteste
  • “ Die vier Jahreszeiten des Sommers“- letztes Jahr im Frankreichurlaub gelesen, es ging nicht passender!
  • “ Im ersten Augenblick“
  • “ Wir sahen nur das Glück“ habe ich in diesem Sommer fertig gelesen.
  • “ Der Dichter der Familie“ – lese ich derzeit 😍

Es war das erste Buch, bei dem ich sehr kontrovers mit meinem Mann diskutiert habe. Er fand die Story nicht einfach und konnte nicht nachvollziehen, dass ich es las. Mich hat die Entwicklung der Geschichte auch überrascht und ich war mir unsicher, ob ich hier weiterlesen sollte, das Thema war für mich schon heftig. Ich habe es bis zum Ende gelesen und wurde nicht enttäuscht. Vielleicht gerade auch deswegen, weil es einen ratlos und irritiert zurück lässt.

In “ Wir sahen nur das Glück“ geht es um Antoine, einen Familienvater, der mit seinen Dämonen aus der Vergangenheit zu kämpfen hat und sie immer noch nicht versteht. Gleichzeitig kämpft er in der Gegenwart um seinen Beruf und seine Position als Familienvater und um sein Selbstverständnis als Mann.

Das Buch ist in 3 Teile aufgeteilt in denen jeweils aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. Am Ende des ersten Teils wird der Leser durch die Handlung von Antoine schockiert. Mehr verate ich aber nicht.

Nur so viel- es lohnt sich!

„Ein böser Satz am Schultor genügt, da kennst Du dich aus. Es genügt ein Kuss, den einem die Mutter nicht hinterher schickt, ein Lächeln, das sich nicht wie eine Feder auf deine Schulter legt. Es genügt, dass jemand dich nicht lieb.“

Delacourts Bücher leben von der Echtheit und der Zerissenheit der Personen und der Atmosphäre.

Es sind vordergründig keine Helden, sondern normale Menschen, die sich durch ihr Leben und ihren Alltag kämpfen. Es kommt zu Ereignissen in der Vergangenheit oder der Gegenwart der Protagonisten, die deren Leben stark verändern und den Leser erstaunen.

Die Frage nach der Reflexion der eigenen Geschichte des Lesers oder dessen eigene Moral wird auf einen Prüfstand gestellt.

Aktuell lese ich “ Der Dichter der Familie“ und direkt von der ersten Seite an ist es wieder ganz phantastisch. Delacourt schafft es so viel Atmosphäre und Tiefe zu transportieren. Mittlerweile kaufe ich seine Bücher blind und wurde noch nie enttäuscht.

Ich freue mich sehr darüber, dass Frankreich dieses Jahr Gastland der Frankfurter Buchmesse 2017 ist. Dadurch lerne ich mehr französische Autoren und Autorinnen kennen, die meines Erachtens in unserem Buchhandel etwas unterrepräsentiert sind.

Ich hoffe in Frankfurt die Gelegenheit zu haben Delacourt live zu erleben!

13 Kommentare

  1. September 30, 2017 / 8:54 am

    Ach die Franzosen! Ich kenne französische Autoren eigentlich nur aus der Schule. Wobei sich dort Eric-Emmanuel Schmitt in mein Herz geschrieben hat.

    Das Zitat ist auf jeden Fall klasse. Vielleicht sollte ich Grégoire Delacourt mal auf meine Wunschliste setzen.

    Liebe Grüße,
    Lena

    • September 30, 2017 / 9:28 am

      Eirc Emmanuel Schmitt finde ich auch toll. Liebe Grüße

  2. September 30, 2017 / 5:07 pm

    Huhu (=

    Auch wenn ich vom dem Autor kein Buch gelesen habe – und es scheint auch nicht mein Genre zu sein – so liest man aber ganz klar deine Begeisterung heraus! Wirklich schön geschrieben!

    Liebe Grüße
    Janna

    • Oktober 1, 2017 / 7:13 am

      Danke Jana, schön, dass es so rüberkommt:)
      Liebe Grüße
      Isabel

  3. Oktober 1, 2017 / 11:59 am

    Also von den Buchcovern her, hätte ich alle Bücher direkt in der Kitsch-Ecke abgestellt, die nun leider nichts für mich ist.
    Das Zitat aber hat mich gepackt. Wegen des Zitats und deiner knappen Zusammenfassung schafft es zumindest das Buch „Wir sahen nur das Glück“ etwas mehr Beachtung zu finden.
    Mal sehen, ob es auch bis auf den Lesestapel kommt. 🙂

    • Oktober 1, 2017 / 12:03 pm

      Hallo Cathy, also hier trügen die Cover definitiv. Kitschig sind die Bücher in keinster Weise.
      Bin gespannt, ob es auf Deinem Lesestapel kommt;)
      Liebe Grüße
      Isabel

  4. Oktober 1, 2017 / 12:07 pm

    Hallo Isabel,
    „Die vier Jahreszeiten des Sommers“ kenne ich auch, und mag es gerne.
    Liebe #litnetzwerk-Grüße, Heike von „Irve liest“

  5. Oktober 1, 2017 / 2:20 pm

    Deine Lesebegeisterung hast du wirklich sehr schön in Worte gefasst. Auch wenn dieses Genre und ich nicht zusammenpassen, wünsche ich dir noch viel Lesefreude!

    Liebe Grüße

    Laura

  6. Oktober 1, 2017 / 6:36 pm

    Hallo Isabel,
    das ist ein wirklich schöner Beitrag, der deine Begeisterung für Grégoire Delacourt sehr gut rüberbringt! Ich kenne noch keines seiner Bücher, mal schauen ob sich das ändern wird! 🙂
    Liebste Grüße,
    Denise

    • Oktober 1, 2017 / 7:14 pm

      Danke Denise, zum “ Einstieg“ finde ich “ Alle meine Wünsche“ am Besten.
      Liebe Grüße
      Isabel

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