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“Nachtleben” von Sabin Tambrea


“Nachtleben” von Sabin Tambrea

Erschienen am 05.10.2021 im Atlantik Verlag

*vorsorglich kennzeichne ich hier die Links, die zur Verlagsseite und zur Autorenseite führen als Werbung*

Herzlichen Dank an den Atlantik Verlag und Netgalley für die Bereitstellung des Leseexemplars!


Klappentext:

Liebe in Zeiten von Traum und Wirklichkeit.
Anna und Anno bedeuten für einander das ergänzende Gegenstück, nach dem wir alle suchen. Sie leben ein modernes Großstadtleben, geprägt von Partys, Freundschaften und auch dem emotionalen Ballast, den beide aus ihrer Jugend mitbringen. Als ihre Wege auseinandergehen müssen, finden sie dennoch eine Möglichkeit, um gemeinsam das Leben zu führen, welches sie sich gegenseitig versprochen haben – und treten eine Reise an die Grenzen des Verstandes an.

So hat es mir gefallen:

In „Nachtleben“ geht es um die Liebe. Der Wert der Liebe, der einem häufig erst beim Fehlen des anderen (hier der Tod) bewusst wird. Wie zerstörerisch kann der Tod sein für zwei Menschen die sich lieben. Derjenige, der zurückbleibt, stirbt ein Stück weit mit und es wird schwer wieder an das Leben anzuknüpfen.

Sabin Tambreas Roman „Nachtleben“ hat eine Wucht, sowohl in der Sprache, als auch in der Erzählstruktur. Letztere erscheint häufig wirr und unzusammenhängend, wie Bildfetzen.

Anno und Anna leben das hippe Leben von Großstädtern, das Ihnen Unsterblichkeit suggeriert. Sie werden eines besseren belehrt. Allerdings findet der Roman hier eine Möglichkeit, dass beide trotz des Verlusts des einen, auf einer weiteren Ebene zusammen sein können. Wie wirkt sich dieses Zusammenleben auf die verschiedenen Bewusstseinsebenen aus? Ist es möglich in anderen „Dimensionen“ gemeinsam weiterzuleben? Diese Fragen werden in dem Buch aufgeworfen. Gleichzeitig fragt man sich als LeserIn, ob man eventuell einem Drogenrausch der beiden Protagonisten beiwohnt.

Es wirkt stellenweise schon verwirrend und lässt mich als Leserin tatsächlich ambivalent zurück.

„Oft schwebten sie in diesen Höhen, auch wenn sie darunter fest schliefen, so flogen die Gedanken an sich selbst im Traum weit über ihre Stadt hinweg, ohne jegliche Beschwernis.“

Es ist für mich kein eindeutiger Roman und stellenweise habe ich mich gefragt, was das soll. Gleichzeitig wirkt das Buch aber nach. Man denkt unweigerlich über Anna und Anno weiter nach und überlegt, wie diese Metaebene tatsächlich funktioniert. Auch die gewählte Sprache, die sicher speziell ist, hat mich beeindruckt und auf eine Art gefangen genommen. Die knapp 180 Seiten des Romans konnte ich schnell lesen.

Fazit:

Eine eindeutige Leseempfehlung kann ich hier nicht aussprechen, da es sich um einen Roman handelt, der sicher bei jeden/ jeder anders „wirkt“. Er bildet ein breites Spektrum zwischen genial und abgefahren ab. Auch der Schreibstil ist sicher nicht jedem/ jeder angenehm. “Nachtleben” ist ein Roman auf den man sich einlassen muss.

Die Ambivalenz zu diesem Buch ist bei mir geblieben.

Es würde mich sehr interessieren, wie ihr es empfunden habt.

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