Verzetteln oder Entscheiden?

Gestern war mal wieder so ein Tag an dem ich damit beschäftigt war die Visitenkarten für die Buchmesse vorzubereiten.

Und ja, ich habe den ganzen Tag mehr oder weniger daran gesessen und am Schluss NICHTS gehabt.

Mein altes Problem, was sicher der ein oder andere auch kennt.

Man hat eine Vorstellung davon etwas mal eben schnell fertig zu machen und zu beauftragen und dann…

Es ging damit los, dass ich nach einiger Zeit bereits auf zwei verschiedenen Websites für Visitenkarten unterwegs war. Bei der einen waren die Designmöglichkeiten eingeschränkter als bei der anderen.

Dann wollte ich bestimmte Schriften haben, die beide Seiten nicht anboten.

Also Selbermachen. Schriften downloaden, Vorlage erstellen – oh, schwierig ohne Grafikprogramm. Grafikprogramm googlen, downloaden, anfangen, nicht klarkommen- Mist!

Wieder zurück auf Start.

Da waren aber bereits ein paar Stunden vergangen und mein Kopf so strubbelig, dass ich überhaupt nicht mehr wusste was ich wollte.

Und dann natürlich Auftritt des “ inneren Kritikers“:

Die Anderen haben eh bessere Karten, will überhaupt jemand eine Karte haben, sollte die nicht besonders originell sein, wirkt das nicht zu selbstgebastelt?“

 

Was letztlich zurück bleibt von so einem Tag ist Unzufriedenheit, Selbstzweifel und Ärger.

Ich habe darüber nachgedacht und überlegt, wie es zu diesem “ Verzetteln“ kommt.

Ja ich bin nicht strukturiert genug, um mir im Vorfeld alles genauestens zu überlegen und dann umzusetzen.

Das weiss ich seit einigen Jahren und habe mich insofern damit arrangiert, als dass ich gerne in die Presche springe und anfange. Dann daran wachse, neue Erfahrungen mache und natürlich auch Fehler mache.

Ich empfinde ich es aber als authentischer, denn wenn ich mir einen Weg konstruieren muss, dann vergeht mir bereits im Vorfeld die Lust mich damit zu beschäftigen und lähmt das dann nicht alles?!

Sicher ist, dass ich möglicherweise entscheidungsfreudiger sein muss.

Begreifen, dass eine Visitenkarte nicht für die Ewigkeit hergestellt wird und der Invest wahrlich überschaubar ist.

Also Entscheiden und Machen und nicht darauf warten die perfekte Karte zu kreieren.

Für die nächsten Vorhaben will ich mir das mal mehr vergegenwärtigen, denn damit kann ich Zeit für andere Projekt einsparen, die von ihrem Volumen sowieso mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Mehr Entscheiden und auf die Prioritäten achten, als konfus verzetteln und sich selber fertigmachen.

Klingt nach einem guten Motto für die kommende Woche.

Allen ein schönes Wochenende!

4 Kommentare

  1. September 30, 2017 / 8:14 pm

    Sowas kenn ich. Mit meinen Visitenkarten war es ähnlich. Ich habe letztes Jahr welche gemacht und war einfach mit nichts zufrieden, was auf den ganzen Seiten angeboten wurde. Mit Gimp funktionierte es auch nicht so wie ich wollte und ich war kurz vorm Nervenzusammenbruch.
    Letztendlich habe ich dann Visitenkarten genommen, die ich ein paar Monate vorher in einem Praktikum mit Photoshop erstellt hatte. Ich bin ganz zufrieden damit, muss sie aber für dieses Jahr handschriftlich etwas aufmotzen, da nicht alle Kanäle draufstehen (damals hatte ich z.B. noch keinen YouTube Kanal). Allerdings hatte ich noch so viele Karten übrig, dass ich sie nicht wegschmeißen und neue kaufen will. Naja, die alten tun es auch noch. Ich hoffe, du bist letzendlich zufrieden mit deinen Visitenkarten. 🙂

    Liebe Grüße
    Isa

    • Oktober 1, 2017 / 7:17 am

      Hallo Isa,
      die Karten sind gestern gekommen und ich bin ganz zufrieden.
      Allerdings fuchst es mich, dass ich mit den ganzen Grafikprogrammen auf Kriegfuss stehe. Aber leider kann ich mir zur Zeit nicht die Unterstützung von einem Grafiker leisten. Ist aber vielleicht auch übertrieben für die Visitenkarten;)
      Liebe Grüße
      Isabel

  2. Oktober 1, 2017 / 4:39 pm

    Ich glaube, das hängt auch viel vom Charakter ab. Der eine plant voraus und kann erst anfangen, wenn ein relativ detailierter Plan mit Konzept existiert. Der andere aber erkennt beim Machen und Ausprobieren, was er will und was nicht. Daran sollte man gar nichts ändern, wenn man sich nicht verbiegen will.

    Dass man sich nicht so weit verzettelt und viel Zeit ohne Ergebnis verliert, kann man bestimmt trainieren – indem man auch mal stopp sagt, sich mit einer Fertiglösung bei den Visitenkarten zufrieden gibt, die zwar nicht perfekt den eigenen Vorstellungen entsprechen, aber nahe dran sind. Oder indem man auch mal abbricht, sich bei anderen erkundigt und von deren Herumprobieren profitiert.

    Aber indem Du erkennst, dass Dir nicht gefällt, wie es gelaufen ist und überlegst, wie Du was ändern kannst, hast Du ja den halben Weg schon getan. Ich hoffe, Du kriegst schöne Visitenkarten bis zur Buchmesse!
    Liebe #litnetzwerk-Grüße von
    Gabi

    • Oktober 1, 2017 / 5:55 pm

      Hallo Gabi, die Karten sind gestern gekommen und ich bin ganz zufrieden. Darüber zu reflektieren ist vermutlich immer schon der WEg in die neue Richtung;)
      Liebe GRüße
      Isabel

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