“ White Out“ von Anne von Canal [ Rezension]

“ White out“ von Anne von Canal

Whiteout

ist mir auf der Buchmesse und in den Sozialen Medien begegnet.  Der Mare Verlag hat mit freundlicherweise ein Rezensionsexemplar gestellt, herzlichen Dank dafür!

Zum Buch:

“ White out“ geschrieben von Anne von Canal ist am 29.08.2017 im Mare Verlag erschienen und umfasst 192 Seiten.

Klappentext:

“ Was bleibt, wenn ein Mensch wortlos geht?

Es ist eine Mail mit nur einer Zeile, die Hannas Welt ins Wanken bringt: Durch ihren Bruder Jan erfährt sie vom Tod ihrer besten Jugendfreundin Fido. Die Nachricht erricht Hanna ausgerechnet während einer wichtigen Antarktisexpedition, von der die Glaziologin neue Erkenntnisse über das Klima der Vergangenheit erwartet. Seit Fido vor zwanzig Jahren ohne Erklärung den Kontakt abbrach und damit alle gemeinsamen Zukunftspläne verriet, hat Hanna versucht, die einst so Vertraute aus ihrem Kopf zu verbannen. Doch jetzt, in der endlosen Weite des Eises, lassen die Erinnerungen und ungeklärten Fragen sie immer mehr die Kontrolle verlieren. Als die Spannungen in Hannas kleinem Forscherteam zunehmen und dann auch noch ein Schneesturm den Erfolg des Projektes gefährdet, wird die Zeit im Eis endgültig zur Zerreißprobe.“

So hat es mir gefallen:

Ich kann direkt sagen, dass diese Buch seinen “ Vorschusslorbeeren“ absolut gerecht wird.

Anne von Canal hat einen phantastischen Schreibstil. Es gibt wenige Bücher, die es schaffen den Leser in die “ Atmosphäre“ der Gegend und/oder der Zeit zu ziehen.

In “ White out“ wird man direkt “ reingezogen“, will immer weiter lesen und stoppt doch immer wieder bei so wunderbaren Sätzen.

„Wir gehören zusammen. Sind ein Außenposten im Grenzbereich des Möglichen. Ein einziger Organismus. Ein kleiner antarktischer Fünfzeller. Und mehr als alles andere brauchen wir unser Herz.“

Mir hat die Vielschichtigkeit der Geschichte so gut gefallen.

Zum einen die Expedition in einer unwirklichen Gegend, die einen zurückwirft auf das Wesentliche in einer kargen lebensfeindlichen Umgebung und parallel die Geschichte über die Träume und Wünsche der Kindheit.

Was ist davon übrig geblieben?

Was ist aus den Menschen geworden, die uns in dieser Zeit geprägt und beeinflusst haben?

Sind wir so geworden, wie wir seien wollten?

Fragestellungen in der Mitte des Lebens, die das Erwachsensein betrachten und auch ein stückweit die vergangene Kindheit betrauern.

Anne von Canal schafft es mich zurückzubeamen in eine Zeit, die ich auch genauso kennengelernt habe.

“ Er kam mit einem voll beladenen Tablett aus seiner kleinen Küche. Es gab Chips, Schogetten und Cola, wie immer, wenn wir sein Sofa okkupierten. Bedächtig plazierte er die Gläser auf kleinen Korkuntersetzern und die Chipsschüssel auf dem Häckeldeckchen.  ….. Dann wollen wir Sie erstmal vorstellen, sagte Robert Lemke aus dem Fernseher.“

Die Geschichte schaut zurück auf einen Teil des Lebens und hinterfragt die Ausrichtung auf das was vor uns liegt und alles in einer unglaublich vielschichtigen Sprache!

„Das Karussell fährt wieder. Die alten Gefühle, die alten Fragen, Unverständnis und Stolz hocken auf ihren Holzpferdchen, winken mir bei jeder Runde zu. Immer weiter, immer weiter. Neue Fahrt, neues Glück.“

Diese Buch schafft es definitiv in mein Regal mit besonderen Herzensbüchern- eine klare Leseempfehlung!

 

 

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