“Mach deinen Appetit schlank- Wie wir gesundes Essen lieben lernen” von Aya Murayama

Mach deinen Appetit schlank

Wie wir gesundes Essen lieben lernen
Der Bestseller aus Japan

erschienen am 19.11.2018 im Goldmann Verlag

aus dem Japanischen von Wolfgang Höhn

(Originaltitel: You Are What you Ate 6 Months Ago)

 

* vorsorglich kennzeichne ich hier die Links, die zur Verlagsseite und zur Autorenseite führen als Werbung*

Herzlichen Dank an das Bloggerportal von Randomhouse für das Rezensionsexemplar!

Klappentext:

Die Lust auf Ungesundes überlisten

Essen was einem schmeckt, soviel man will und trotzdem dauerhaft schlank werden. Das klingt nach einem nicht einlösbaren Versprechen. Doch der richtige Appetit ist tatsächlich erlernbar. Aya Murayama, bekannte Ernährungsexpertin in Japan, hat ein bahnbrechendes Mentaltraining entwickelt, das es möglich macht, ohne Selbstkasteiung die Nachspeise links liegen zu lassen. Ihr Buch wurde zum Bestseller. Nun liegt es auf Deutsch vor.

So hat es mir gefallen:

Leider konnte mich das Buch von Aya Murayama so gar nicht „abholen“. Das liegt, so vermute ich, eher an der Übersetzung ins Deutsche. Es wirkt in der Ansprache an den Leser sehr hölzern und meiner Meinung nach überhaupt nicht motivierend.

Ein weiterer Aspekt ist, dass sich in dem Buch immer wieder auf sogenannte Beobachtungen oder Erfahrungen berufen werden, die aber nicht weiter begründet werden. Natürlich möchte ich keine wissenschaftliche Abhandlung oder ohne Ende Statistiken lesen, so wie es aber hier dargestellt wird, ist es mir leider zu wenig:

„Bei meiner Arbeit bekomme ich oft Gelegenheit erfolgreiche Menschen wie zum Beispiel Unternehmer zu treffen. Dabei habe ich bemerkt, dass sie eines gemeinsam haben: Sie achten sehr auf ihre Nahrung. Sie wissen, dass die Ernährung Einfluss auf ihre Leistung hat.“

Diese Aussage finde ich aus zwei Gründen sehr bedenklich. Zum einen impliziert sie, dass nur erfolgreiche Menschen das Wissen haben und die, die nicht erfolgreich sind, sind dann dumm und dick?!

Zweitens arbeite ich selber in der Führungsebene eines Unternehmens und habe häufig Kontakt mit sogenannten „erfolgreichen“ Unternehmern gehabt und soweit ich das aus deutscher Sicht beurteilen kann, gibt es hier eigentlich immer klassischerweise belegte Brötchen und Kekse bei Meetings, also alles andere als gesunde Ernährung- mag sein, dass dies in Japan anders ist.

Grundsätzlich mag den Ton in dem Buch überhaupt nicht und empfinde ihn als despektierlich und einschüchternd:

„Ein Neurologe hat einmal gesagt, dass die Art und Weise, wie ein Zimmer organisiert ist, den Zustand deines Gehirns wiederspiegelt. Wenn das so ist kann man wohl auch sagen, dass der Inhalt des Kühlschranks etwas über den Stoffwechsel des Körpers aussagt. Leute, die ihren Kühlschrank einfach als Aufbewahrungsort benutzen,…., gehen mit ihrem Körper wahrscheinlich ähnlich um.“

Ich habe dieses Buch nicht beenden können, da es mich einfach zu sehr aufgeregt hat.

Es ist in keiner Weise unterstützend für Menschen, die tatsächlich mit Übergewicht kämpfen. Mit welcher Arroganz Aya Murayama auftritt, ist erschreckend (mag sein, dass dies der Übersetzung oder kultureller Besonderheiten geschuldet ist.)

Sie bringt das ganze Thema in Verbindung mit Sport, was ja grundsätzlich richtig ist. Hier vergleicht bzw. beschreibt Sie dann Ihre Erfahrungen mit Triathlon und Marathonläufen, also Ausdauersportarten, die ein „normaler Übergewichtiger“ sicher nicht so nachvollziehen bzw. umsetzen kann.

Fazit:

Für Menschen, die keine wirklichen Gewichtsprobleme haben und die bereits sportliche aktiv sind, werden sich möglicherweise einige Dinge bestätigen. Um aber tatsächlich zu einem Umdenken im Hinblick auf Ernährung und gesundes Essen zu kommen, wenn man das bisher noch nicht getan hat, eignet sich das Buch nicht, sondern frustiert mehr.

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