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“Unter Wasser” von Tara Menon

 “Unter Wasser” von Tara Menon

erschienen am 14.4.2026 im Dumont Verlag

umfasst 200 Seiten

*Vorsorglich kennzeichne ich hier die Links, die zur Verlagsseite und zur Autorenseite führen als Werbung*

Herzlichen Dank an Dumont und Netgalley Deutschland für die Bereitstellung des Leseexemplars!

 


Klappentext:

Als Marissa mit sechs Jahren ihre Mutter verliert, beschließt ihr Vater, ein Meeresbiologe, die Forschungsarbeit seiner Frau fortzuführen. Vater und Tochter gehen nach Thailand. Dort trifft sie Arielle, und eine geradezu märchenhafte Freundschaft entsteht. Unter der Woche leben die Mädchen in dem Resort von Arielles Eltern; an den Wochenenden verbringen sie ihre Zeit mit Marissas Vater auf einer nahe gelegenen Insel. Gemeinsam entdecken die Mädchen die zerbrechlichen Wunder der Riffe, Wälder und Strände. Gemeinsam lernen sie, in die Tiefe zu tauchen und minutenlang den Atem anzuhalten. Sie bewegen sich ebenso mühelos im Wasser wie die Mantarochen, die sie mit Namen kennen. Gemeinsam lernen sie, aus Gefahren herauszuschwimmen. Doch dann kommt eine riesige Welle, der Arielle nicht entkommen kann. 
Jahre später ist Marissa zurück in New York, orientierungslos und verfolgt von der Erinnerung an ihre Freundin, erneut bedroht durch eine Naturkatastrophe. Als im Laufe zweier schicksalhafter Tage die Vergangenheit zurückkehrt, entdeckt sie, wie sie sich in einer unsicheren Welt behaupten kann.

So hat es mir gefallen:

Marissa zieht nach dem Tod ihrer Mutter mit ihrem Vater nach Thailand. Dort findet sie in Arielle eine beste Freundin und eine Art Schwester, beide sind unzertrennlich. Marissa kommt in ihrer neuen Heimat an, dank Arielle und auch dank der wunderbaren Natur. Ihr Vater forscht mit anderen Dokoranten von einer kleinen Insel aus und beiden Mädchen lernen viel von ihm und den anderen Forschern.

Arielle und Marissa sind unzertrennlich. Sie wohnen in der Woche gemeinsam im Ressort von Arielle Eltern. Eines ihrer Highlights ist es schwimmen und tauchen zu gehen. Sie lieben die Mantarochen und kennen jeden beim Namen und haben ein besonderes Gespür für die Tiere. Ich mochte an dem Buch sehr, dass es unterschiedliche Aspekte von Thailand und der Natur vor Ort beleuchtet und es u.a. einige Informationen zu den Mantas gibt, die wirklich besondere Lebewesen sind.

Durch den Tsunami verändert sich plötzlich alles. Marissa ist konfrontiert mit traumatischen Ereignissen und sucht ihren Platz in einer Welt, die sich innerhalb von Stunden für sie komplett verändert hat.

Die Geschichte wird in in unterschiedlichen Zeitebenen erzählt. Zum einen die Zeit in Thailand um 2004 herum und parallel in New York 2012. Dadurch bekommt man einen umfassenden Eindruck, wie das traumatische Geschehen in Marissa wirkt. Es entsteht das  Gesamtbild ihrer Persönlichkeit und ihrer inneren Zerrissenheit.

Am Tag nach der Welle hörte ich, wie eine Frau am Strand sagte:”Es ist immer noch so wunderschön.”Sie klang perplex; ich verstand ihre Verwirrung. Der Himmel war blau, die Sonne schien hell. Sie wünschte sich, die Sonne und der Himmel würden Bedauern über das zeigen, was der Ozean getan hatte. Aber die Natur weigerte sich mit gefühlloser Gleichgültigkeit, mit uns zu trauern.

Trotz der schweren Thematik von Trauer und Trauma, ist es Tara Menon gelungen eine Geschichte zu erzählen, die lange nachwirkt. Die eine Bandbreite an Gefühlen beschert und viele Informationen zu Thailand und den Ereignissen von damals teilt.

Es ist ein Buch über die Macht von tiefer Freundschaft, über die Kräfte der Natur und eine Geschichte über Zughörigkeit, Heimat, besondere Verbindungen und Wahlfamilien. 

Fazit:

Ein emotionaler und mitreissender Roman über die Bedeutung von Freundschaft, aber auch Trauer und Trauma. 

“Unter Wasser” ist ein großartiges Buch und gehört jetzt bereits zu meinen Highlights in 2026.

Eine absolute Leseempfehlung!

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