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“Tunnelspiel” von Carla Berling [Rezension]

Buch von Carla Berling Tunnelspiel

Buch von Carla Berling Tunnelspiel

 

Tunnelspiel

Von Carla Berling

Heyneverlag

Taschenbuch 272 Seiten,

Erschienen am 10. Dezember 2018 im Heyne Verlag

* vorsorglich kennzeichne ich hier die Links, die zur Verlagsseite und zur Autorenseite führen als Werbung*

Herzlichen Dank an das Bloggerportal von Randomhouse für das Rezensionsexemplar!

 

Klappentext:

Dieser bizarre Fall bringt Reporterin Ira Wittekind an ihre Grenzen

Im alten Schlachthof von Bad Oeynhausen wird der Verleger Lorenz Brenner aufgefunden. Er ist nackt, mit Handschellen an ein Gitter gefesselt – und tot. Reporterin Ira Wittekind findet etliche Verdächtige, die ihn gehasst haben, darunter aber niemanden, der diesen Mord hätte inszenieren können. Doch dann entdeckt sie einen ungeklärten Todesfall, der über dreißig Jahre zurück liegt, und einen unfassbaren Zusammenhang mit Brenners bizarrem Ende …

 

So hat es mir gefallen:

Der Einstieg in „Tunnelspiel“ fiel mir etwas schwer. Hier wurde mir zu viel „Detail“ erzählt. Allerdings muss ich sagen, dass ich diesbezüglich auch ein richtiges “Weichei” bin. Erfahrene Thrillerleser wird hier nichts erschrecken. Der erste Teil des Buches war mir diesmal auch etwas zu clichéhaft erzählt. So waren beispielsweise verdächtige Autoren eines Verlages fast schon überzeichnet dargestellt. Es ist amüsant zu lesen, aber da es ja trotz allem ein Krimi ist, war es mit hier etwas zu „comedyhaft“. Ab der Mitte des Buches nahm die Geschichte aber wieder die gewohnte Fahrt auf und blieb bis zum Ende spannend.

“Tunnelspiel” ist der 4. Band der Krimireihe um die Lokalreporterin Ira Wittekind. Ich habe bisher alle Bände gelesen bzw. gehört und mag Krimis und auch die Hauptperson Ira.

Neben dem gewohnten Lokalkolorit mag ich an den Krimis von Carla Berling, dass sie das Augenmerk auf die vermeintlich „kleinen Verbrechen“ legt. Was passiert innerhalb des Zusammenlebens in dörflicher Struktur, wieviel Verletzungen hat es untereinander gegeben und wann eskaliert es? Hier gibt es (bisher) keine Serienmörder, die die Weltherrschaft an sich reißen wollen, sondern menschliche Geschichten, die man als Leser sehr gut nachvollziehen kann und die deshalb stellenweise umso erschreckender sind.

Auch in diesem Band der Reihe, fiebert man selbstverständlich wieder mit den bekannten Hauptpersonen mit. Ira Wittekind als Lokalreporterin und Protagonistin ist eine authentische Figur. Die zwei Tanten, die am Rande immer wieder in Erscheinung treten, sind durch den Dialekt und die Eigenheiten ein herzerwärmendes Element in jeder Geschichte. Schön ist, dass man mit jedem Buch einsteigen kann ohne „Vorwissen“ zu brauchen und immer eine abgeschlossene Geschichte hat.

Fazit:

Mit „Tunnelspiel“ ist Carla Berling wieder ein solider authentischer Krimi gelungen. Das ein oder andere Detail in der Erzählung hätte ich nicht wirklich wissen wollen, aber insgesamt ist es ein spannendes Leseerlebnis mit Herz.

Ich bedaure etwas, dass die Krimis nicht mehr als Hörbuch erscheinen. Die Lesung von Vera Tatz fand ich sehr gelungen.

Empfehlen kann ich aber an dieser Stelle noch den Podcast der Autorin: „Ein Tee mit Frau B.“

Hier erzählt sie über ihre Arbeit als Autorin und wie sie sich bspw. auf Lesungen vorbereitet.

Auch hörenswert, wenn man die Bücher noch nicht kennt!

In dieser Reihe sind noch folgende Bücher erschienen:

Mordkapelle

Sonntagstod

Königstöchter

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