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“Quartett” von Natasha Korsakova

“Quartett” von Natasha Korsakova

erschienen am 15.5.2026 im Septime Verlag

umfasst 288 Seiten

*Vorsorglich kennzeichne ich hier die Links, die zur Verlagsseite und zur Autorenseite führen als Werbung*

Herzlichen Dank an Natasha Korsakova für die Bereitstellung des Leseexemplars!

Klappentext:

Rom, Frühjahr 2025. Nach dem gefeierten Konzert endet der Abend für den ersten Geiger des berühmten »Arcimboldo«-Quartetts tödlich: Lorenzo Verro wird in einer Seitengasse in Trastevere erstochen aufgefunden. Für Commissario Di Bernardo beginnt ein verzwickter Fall, der ihn erneut in die widersprüchliche Welt der klassischen Musik führt – und in die Schatten dahinter.
Zwischen den verletzten Egos, Rivalitäten und verschwiegenen Affären stößt der Commissario auf ein Geflecht aus Lügen, das bis in die feinsten Strukturen des Quartetts reicht. Doch ist der Täter wirklich unter den verbliebenen Musikern zu suchen? Und wenn angeblich niemand von ihnen ein Motiv besaß, weshalb verschweigt dann jeder etwas?
Als Di Bernardo glaubt, endlich ein Muster zu erkennen, ist der Täter ihm einen Schritt voraus: ein zweiter Mord bricht das fragile Gerüst. Alles driftet wieder auseinander – wie ein Quartett, das seinen Halt verliert.
Vor der Kulisse des vielschichtigen Rom entdeckt Di Bernardo allmählich Abgründe, die weit über die Bühne hinausreichen. Und je weiter er den Geheimnissen auf die Spur kommt, desto erschütternder wird die Wahrheit.

So hat es mir gefallen:

Seit einiger Zeit bin ich bereits ein großer Fan von Commisario Di Bernardo. Um so mehr hat es mich gefreut, dass Natasha Korsakova mir ihren neuen Kriminalroman “Quartett” zum lesen angeboten hat.

Commissario Di Bernado ermittelt wieder in Rom und auch in diesem Fall muss er einen Mord im “Musiker-Mileu” aufklären. Sein Team, dass ihm bereits bei den letzten Fällen zur Seite stand, wird durch Gulia Casacola ergänzt, eine neue junge Kollegin aus Apulien. Gulia bringt ihre ganz eigene Geschichte mit nach Rom und sie zu einer interessanten neuen Figur macht. Aber auch die “alt Bekannten” Figuren sind wieder wunderbar geschrieben in ihrer Individualität.

Selbstverständlich kann man “Quartett” auch sehr gut lesen ohne die vorherigen Bände zu kennen, aber es lohnt sich definitiv alle Fälle von Di Bernado zu lesen.

Der Tod von Lorenzo Verro stellt die Ermittelnden vor einige Rätsel. Dabei werden die Mitglieder des Quartetts immer mehr zu Verdächtigen. Die Aufklärung des Falles stellt sich als schwierig heraus und führt die Ermittler tief in die Vergangenheit der MusikerInnen des Quartetts.

Er bewunderte Menschen, die ein Instrument wie die Geige beherrschten und ihre Zuhörer durch ein Meer an Emotionen schicken konnten, einfach nur, indem sie einen Bogen über die Saiten strichen, während die linke Hand auf dem Griffbrett einen irrwitzigen Tanz vollführte. Deshalb musste er höllisch aufpassen, sich von all dem Talent, das ihn hier umschwirrte, nicht auf einen falsche Fährte führen zu lassen.

Seite 62

Besonders gut gefallen hat mir, dass der Fall eher auf einer psychologischen Ebene gelöst wurde und eine Komplexität aufgezeigt wurde, die interessant und stimmig war.

Natasha Korsakova schafft es wieder einmal eine ganz besondere Atmosphäre in den Roman einzubringen, was durch 8 QR-Codes, die zu YouTube Videos führen, in denen die Autorin ganz wunderbare Stücke auf der Geige spielt und die Geschichte dadurch noch lebendiger wird.

Selbst wenn man wenig mit klassischer Musik zu tun hat, bekommt hier einen wunderbaren Einblick in deren Komplexität, Emotionalität und Bedeutung für die Musiker. Diese Kombination von klassischen Kriminalroman in Rom mit einem Kommissar, der eine wirkliche Persönlichkeit hat und dem Hintergrund der klassischen Musik ist mehr als gelungen.

Fazit:

“Quartett”, der dritte Fall, in dem Commissario Di Bernado in Rom ermittelt, ist sehr gelungen und liest sich spannend und vielseitig. Man spürt die Liebe zur Musik der Autorin und es lohnt sich das Nachwort zu lesen, in dem sie darüber berichtet, wie emotional sie mit dem Quartett verbunden ist und wie sie zu diesem Thema kam.

Für alle die, die Fälle von Di Bernado noch nicht kennen, kann ich sie nur ans Herz legen und alle Anderen ist dieser Kriminalroman wieder eine sehr gelungene Ergänzung zu den Büchern vorher.

Gerne könnt ihr hier auf dem Blog auch die 10 Fragen an Natasha Korsakova nachlesen und die Rezensionen zu den vorherigen Büchern:

“Römisches Finale”

“Di Bernado”

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