„Palast der Finsternis“ von Stefan Bachmann [ Rezension]

Den “ Palast der Finsternis“ habe ich über Twitter kennengelernt. In meiner Timeline wurde recht viel darüber berichtet.

Aufgrund des Klappentextes habe ich mir das Buch bestellt, obwohl ich eigentlich nicht unbedingt in diesem Genre lese.

Ich wurde nicht enttäuscht…

Stefan Bachmann „ Palast der Finsternis“ erschienen im Diogenes Verlag mit 396 Seiten.

Zum Inhalt:

In der Nähe von Paris wird ein unterirdischer Palast aus der Zeit der französischen Revolution entdeckt. Fünf Jugendliche sind ausgewählt und eingeladen worden diesen Palast zu erforschen.

Vor Ort passieren dann unheimliche und beängstigende Dinge.

Der Palast mit dem Schmetterlingswappen wurde von einer Familie im Zeitalter der französischen Revolution tief unter die Erde gebaut, als Fluchtmöglichkeit vor dem sich nähernden Mopp.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen.

Zum einen erzählt sie wie die Familie Bessancourt 1789 immer mehr in die „ Enge getrieben“ wird und letztlich flüchten muss, in den vom Oberhaupt der Familie erbauten unterirdischen Palast.

Parallel dazu erfährt man, wie die Amerikanerin Anouk ihr Zuhause verlässt, um an der Expedition dieses aktuell wiederentdeckten Palastes teilnehmen zu dürfen. Am Flughafen JFK trifft sie zum ersten Mal auf ihre Mitstreiter Hayden, Jules, Will und Lilly.

Gemeinsam treten sie die Reise nach Frankreich an und gelangen dort in den unterirdischen Palast.

Nach und nach verstehen die Jugendlichen, dass sie in eine Art Falle geraten sind, allerdings noch nicht wissen woher die Bedrohung kommt.

“ Ein lautes Klonk. Das Geräusch schwillt zu einem Donnern an, das die Wandvertäfelung entlang nähert rollt. So als wäre der Saal plötzlich ein riesiges Aquarium, und jenseits der Wände schwämme ein riesiger Tintenfisch und trommelte mit seinen Armen am Glas entlang.“

So hat es mir gefallen:

Das Buch war von Anfang bis Ende sehr spannend und hielt diese Spannung kontinuierlich sehr gut.

Die handelnden Personen machten eine persönliche Entwicklung durch, die mir gefallen hat. Durch den Wechsel der Zeitebenen und die Betrachtung der unterschiedlichen Familien/ Personen entsteht ein interessanter historische Kontext.

Normalerweise lese ich keine “ Gruselbücher“  und auch hier habe ich es vermieden vor dem zu Bett gehen nochmal ein paar Seiten zu lesen. Allerdings bin ich da kein Maßstab.

Die Mischung zwischen Mysterie und 5 Freunde ist hier sehr gut gelungen. Die Beschreibungen der Räumlichkeiten ist phantasievoll und gerade die Thematik der Gerüche fand ich klasse, das brachte ebenfalls eine andere Ebene hinein.

Die “ Auflösung“ am Ende war mir dann allerdings doch etwas zu abstrus, was dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch tat.

Eine schöne Botschaft steht in der letzten Passage und ist ein gelungener Abschluss

„Doch Menschen haben noch eine andere besondere Gabe: Wir können überall glücklich sein. Wir können  glücklich sein, weil wir nicht allein sind.“

Zum Autor:

Stefan Bachmann ist 1993 in Colorado geboren und lebt in Zürich. Er hat den Bachelor in Orgel und Filmkomposition absolviert. Er liebt Steampunk, Dickens und die Chroniken von Narnia.

Dank dieser Mischung ist ein tolles Buch entstanden!

Teilen:

3 Kommentare

  1. Oktober 2, 2017 / 2:09 pm

    Hallöchen 🙂

    Hach, ich überlege ja auch schon ewig mir dieses Buch zuzulegen! Jetzt bin ich schon wieder echt neugierig geworden!
    Zudem finde ich es auch immer spannend 2 Zeitstränge parallel zu haben.

    Liebste Grüße
    Jenny

    • Oktober 2, 2017 / 2:22 pm

      Hallo Jenny,
      also ich fand schon das Cover echt schön und es war echt spannend. Ich finde es hat sich gelohnt;)
      Lieben Gruß
      Isabel

  2. Oktober 2, 2017 / 5:22 pm

    Liebe Isabel,
    Das Buch liegt auch noch auf meinem SuB. Nach deiner schönen Rezension habe ich gleich noch mehr Lust auf die Lektüre. Ich freue mich sehr auf die Geschichte und bin gespannt, ob es mir auch so gut gefallen wird und wie ich das Ende empfinde. Abstrus klingt ja nicht so gut. Mir kann es ein Buch schon ganz schön verderben, wenn das Ende mir nicht gefällt. Na mal sehen. Ich bin auf jeden Fall gespannt.
    Danke für deine schöne Buchbesprechung,
    LG, Julia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.